Phonologische Störungen bei Kindern

Die Äußerungen des Kindes können mit sogenannten phonologischen Prozessen gespickt sein. Hierbei können Laute vertauscht, weggelassen oder durch andere ersetzt werden. Phonologische Prozesse können zur allgemeinen Sprachentwicklung eines Kindes dazu gehören. Beispiele für phonologische Prozesse:

  • Auslassung unbetonter Silben: z.B. -nane (Banane), -mate (Tomate)
  • Reduktion von Mehrfachkonsonanten: z.B. G ocke (Glocke), B ille (Brille)
  • Assimilation (Lautangleichung) innerhalb einer Lautreihe: z.B. Babel (Gabel)
  • Alveolarisierung (Vorverlagerung) hinterer Konsonanten: z.B. Dabel (Gabel), Dind (Kind)
  • Velarisierung (Rückverlagerung) vorderer Konsonanten: z.B. Bekk (Bett), Gakker (Wasser), Kelekon (Telefon)

Treten derartige Prozesse auf, werden sie innerhalb der normalen Sprachentwicklung schrittweise überwunden, die Aussprache verfeinert sich, wird präziser und konstanter, das Lautinventar wird vervollständigt, das Kind gewinnt zunehmende Sicherheit beim Sprechen. Bei Kindern mit phonologischen Störungen beruhen diese zumeist auf einem Festhalten an phonologischen Prozessen, welche von gleichaltrigen Kindern bereits überwunden wurden. Für das therapeutische Vorgehen ist bei phonologischen Störungen in jedem Fall eine ausführliche Analyse der bestehenden phonologischen Prozesse und die aktive Mitarbeit der Eltern oder betreuenden Personen erforderlich. Vorab sollte unbedingt ein Hörtest erfolgt sein.

Wichtig: Je früher eine logopädische Therapie begonnen wird, desto kürzer, erfolgreicher, motivierender und kostensparender wird sie für alle Beteiligten verlaufen!

Ich führe eine reine Privatpraxis und kann daher nur Patienten, die privat versichert sind, behandeln.